Umbau und Erweiterung Betriebsgebäude

Die ARA Region Interlaken investiert jährlich Millionen für den Um- und Ausbau, die Sanierung und den Werterhalt der Anlagen. Dies einerseits um die Reinigungsleistung der Kläranlage stetig zu verbessern und Prozesse zu optimieren, andererseits um den ordnungsgemässen Betrieb der Anlage zu jeder Zeit sicherstellen zu können.

Nachstehend finden Sie eine Übersicht über die umfangreichsten Projekte der Gegenwart und der nahen Vergangenheit.


Umbau Lagerhalle

Ab Sommer 2015 wird die Lagerhalle Umgebaut und den neuen Zwecken angepasst. Die bestehende Lagerhalle wurde 1982 für die Unterbringung der Siebbandpresse für die Schlammentwässerung konzipiert. Im 1999 wurde für die Schlammentwässerung ein Neubau erstellt und die alte Halle mit einfachen Umbauten umgenutzt.

Da der Werterhaltungsbedarf besteht und das Bedürfnis für zweckmässigen Lagerplatz dringlich ist, wird die Halle erneuert.

Budgetierte Brutto-Investitionen: CHF 220‘000
Ausführung: Sommer 2015


Werterhalt Pumpwerk Englischer Garten

Das Pumpwerk Englischer Garten wurde vor der Inbetriebnahme der ARA als strategisches Bauwerk auf der Zuleitung aus den Gemeinden Ringgenberg, Bönigen und dem Ostquartier von Interlaken 1973 durch den ARA Verband erstellt. Nach mehr als vierzig Jahren besteht Werterhaltungsbedarf und es wird eine Erhöhung der Förderkapazität notwendig.

Budgetierte Brutto-Investitionen: CHF 635‘000
Ausführung: Sommer 2015 bis Anfang 2016


Ersatz Rechenanlage

Der alte Grobrechen wurde im Rahmen der Bauetappe 2 auf einen Stababstand von 10 mm umgebaut, mit einer Rechengut-Waschpresse versehen und mit einer neuen Steuerung ausgerüstet. Im Rahmen der neuen Biologieausrüstung aus der Bauetappe 3 musste festgestellt werden, dass die Reinigungsleistung dieser Rechenanlage nicht ausreicht. Die Greiferrechen wurden vollständig mit zwei Umlaufrechen ersetzt. Die Rechengut-Waschpresse wurde belassen und erfuhr keine Änderungen. Mit geringfügigen Anpassungen an der Elektroinstallation und der Steuerung ist die Anlage wieder vollständig in die Gesamtsteuerung und das Leitsystem der ARA integriert.

Budgetierte Brutto-Investitionen: CHF 350‘000
Ausführung: Herbst 2013 bis Anfang 2014


Ausbauetappe 3, Sanierung der Abwasserbehandlung

Die ARA Region Interlaken ist seit 1975 in Betrieb. Der Zustand der Installationen und Anlagenteile wurde im Leitbild von 2003 festgestellt. Aus dieser Zusammenfassung wurde ein Massnahmen- und Mehrjahresfinanzplan für den Zeithorizont 2020 abgeleitet. Der Massnahmenplan sah in der Etappe 3 die Sanierung der Abwasserbehandlung vor, also der gesamten Wasserstrasse mit allen Behanlungsschritten vom Einlaufpumpwerk bis zum Auslauf der Nachklärung. Die BHKW sollten effizienter werden und neu auch als Notstromaggregat dienen und den Betrieb durch die kostendeckende Einspeisevergütung KEV finanziell unterstützt werden. Für die neuen BHKW wurde zudem eine Gasreinigung mit Aktivkohle notwendig, die den geltenden Sicherheitsvorschriften entsprach. Bei der biologischen Reinigung, welches das Herzstück der ARA darstellt, den Becken und deren elektromechanischen Ausrüstung bestand das Risiko, dass bei einem Ausfall entsprechende Ersatzteile nicht mehr erhältlich sind. Die elektrische Einspeisung mit ihren Hauptverteilungen mussten dringend erneuert und neu dimensioniert werden. Der Rest der Anlage sollte ebenfalls neu mit dem Prozessleitsystem PLS gesteuert werden können.

Die Abwasserbehandlung der ARA Region Interlaken ist saniert und wieder auf den aktuellen Stand der Technik gebracht worden. Für den einwandfreien Betrieb muss jedoch noch eine Phase der Op-timierung folgen, welche garantiert, dass die neuen Einrichtungen wie vorgesehen effizient und wirt-schaftlich funktionieren und betrieben werden können. Um den Reinigungsprozess in der Biologie neu zu gestalten wurde viel Beton herausgetrennt und die Becken neu gestaltet und beschichtet. Alle elektromechanischen Einrichtungen wurden ausgewechselt. Die Biologie wurde mit einem neuen Belüftungssystem ausgerüstet, eine Anoxzone der neuen Belebtschlammbiologie mit einer Hybrid Einheit mit Trägerkörpern vorgelagert. Da für den Prozess nur zwei Vorklärbecken nötig sind, wurde für die Anoxzone das frei gewordene dritte Becken für diesen Zweck umgenutzt und ausgerüstet. Die beiden Sandfänge wurden erneuert und mit einer Sandwaschanlage ergänzt.

Von der alten, vierzigjährigen Stromversorgung sind beginnend ab 1995 alle Elemente und Kabel erneuert worden. Nebst der Hauptverteilung im Betriebsgebäude welche mit der Erneuerung der BHKW- und Notstromversorgung auf den neusten Stand gebaut wurde, entschloss man sich eigens für die Hauptkonsumentin „Biologie“ eine zweite Hauptverteilung in der neu gebauten Gebläsestation zu bauen. Nebst den Hauptkomponenten welche direkt im Reinigungsprozess stehen, konnten ebenfalls die erforderlichen Hilfsbetriebe für Brauchwasser, Druckluft und Fällmittel erneuert werden.

Budgetierte Brutto-Investitionen: CHF 10‘980‘000
Ausführung: Frühjahr 2010 bis Ende 2014


Umbau und Erweiterung Betriebsgebäude

Am Zustand des im Jahre 1971 gebauten Betriebsgebäudes wurde seither kein Werterhalt oder Umbauten vorgenommen. Das im Jahr 2003 erstellte. Der zunehmend schlechtere Zustand des Dachs der Fenster, Tore und gesamten Gebäudehülle gaben den Anstoss zur Planung einer Sanierung. Das Ziel der Planung war die energetische Sanierung und die räumliche Erweiterung. Es wurden mehr Funktionsräume für Reinigung und Hygiene mit Geschlechtertrennung sowie für Besucher WC mit Rollstuhlgängigkeit nötig. Diese Forderungen ergaben, dass ein Ausweichen mit Büros und Sitzungs-/Schulungsraum auf das Dach die beste Variante darstellte. Mit dem Beschluss dieses Projekt im Minergie Baustandard zu erstellen, kam der ARA Verband den Anforderungen an öffentliche Bauten entgegen, so dass auch in diesen Belangen den künftigen Bedürfnissen Rechnung getragen wurde. Der Aufbau wurde als Holz- Elementbau elyptisch mit entsprechendem Flachdach realisiert.

Der Demo- Schulungs- und Sitzungsraum hat mit seiner Fensterfront einen Beispiellos schönen Panoramablick Richtung Unterseen- Beatenberg erhalten. An der Gebäudehülle im Erdgeschoss wurde die erforderliche Dämmungen, der Ersatz aller Fenster und Tore realisiert. Innen wurde nebst Sanitärräume und Garderoben der Umbau von Labor und Kommandoraum realisiert. Es gab einige Schnittstellen zur Anlagen Bauetappe 3, vor allem im Bereich Kommandoraum, Elektro- Hauptverteilung und dem EDV- Raum.

Mit diesem Bauwerk und dem Umbau wurde der bestehenden Architektur welche in den 70er Jahren realisiert wurde mit grossem Respekt begegnet und die übrigen Zweckbauten schön und Rücksichtsvoll angepasst. Es sind schöne Arbeitsplätze geschaffen worden die Zweckmässig der Arbeitshygiene und Sicherheit entsprechen. Damit haben die Anschlussgemeinden der ARA Region Interlaken nachhaltig auch mit Minergie Standard zukunftsorientiert investiert.

Budgetierte Brutto-Investitionen: CHF 1‘600‘000
Beitrag Minergie Zertifizierungsstelle: CHF 15'858.35
Ausführung: Herbst 2009 bis Anfang 2011